Ratatouille-Aktion

Quelle: Stefan Hallmann

Es begann mit einer Idee.
„Wir haben in Dießen jeden Monat einen Ratatouille-Gottesdienst – hättet ihr nicht Lust, mal ein echtes Ratatouille dafür zu kochen?“ – so kam das kleine Team von Ehrenamtlichen, die in der Dießener Kirche immer wieder Veranstaltungen organisieren auf uns Pfadfinder zu.
Wir haben die Einladung untereinander besprochen, und waren schnell begeistert von der Idee – natürlich musste es stilecht über dem Feuer gekocht werden! Aber was dann? Oder besser – was vorher?
Ein Ratatouille braucht viel Zeit, um richtig lecker zu werden. Also mussten wir schon mal mindestens Sonntag früh anfangen. „Dann kann man sich ja Samstag Abend schon mal treffen und einen netten Abend haben“ war die erste Überlegung.
Aber wen einladen? Nur die angehenden Leiter, die richtig anpacken können? Oder können vielleicht die älteren Gruppenkinder auch dazu kommen? Und wenn die dann schon dabei sind, warum nicht die ganz Kleinen auch mit einladen? Und wenn man schon dabei ist, warum dann nicht gleich am Freitag starten?
So entwickelte sich aus der kleinen Idee langsam ein Plan. Ein Plan für eine großartige Aktion, die am Ende für Groß und Klein (und, nicht zu vergessen, auch für alle Besucher des Gottesdienstes!) ein riesiger Erfolg wurde – wir hatten Spaß im Garten, mit und ohne Schnee, haben kleine Kochmützen-Anhänger für die Teilnehmenden gebastelt, im Garten ein groß genuges Zelt aufgebaut, um darin nicht nur ein Kochfeuer, sondern auch noch eine zweite Feuerschale aufzubauen, und vieles mehr! Auch ein Singekreis durfte natürlich nicht fehlen!
Ganz nebenbei haben wir dann auch schon am Samstag Nachmittag angefangen, das Ratatouille vorzubereiten. Kiloweise Gemüse musste geschnippelt werden – da war es gut, dass wir so viele helfende Hände hatten! Das Wetter hatte uns hier auch geholfen; durch den Schnee in der Nacht auf Sonntag brauchten wir uns keine Gedanken über ausreichende Kühlung machen 🙂 Am Abend gab es dann noch Popcorn, Snacks und auf der großen Wand im Saal ein kleines Kino, in dem – natürlich! – Ratatouille gezeigt wurde!
Am Sonntag musste dann viel parallel passieren – auch hier war es super, dass so viele Pfadfinderinnen dabei waren! Während eine Gruppe draußen das Zelt (und vor allem die Feuer!) bereit gemacht hat und anfing, die Zutaten für das Ratatouille in kleinen Portionen ordentlich anzubraten (alles für das perfekte Aroma!), hat der Rest der Gruppe drinnen das Haus schon mal auf Vordermann gebracht – alle Schlafplätze aufgeräumt, die Tische im Saal wieder hergerichtet, die Leinen zum Trocknen der Zeltplanen vorbereitet und vieles mehr. So blieb dann am Sonntag Nachmittag auch mal Zeit für gemütliches Beisammensitzen, das eine oder andere Kreisspiel und dabei immer ein Auge (und alle Nasen!) beim Ratatouille behalten, während es über dem offenen Feuer vor sich hinköchelte. Am Abend wurde es dann nochmal aufregend – auch dank der vielen Werbung durch unsere Pfarrer, zum Beispiel von Dirk im Sonntagsgottesdienst in der Woche davor, kamen über 70 Pfadfinderinnen, Eltern und Gemeindemitglieder in und um unserem Zelt zusammmen, um sich bei dem kalten Wetter an einem frischen, heißen Ratatouille aufzuwärmen!
Im Anschluss fand dann noch der Ratatouille-Gottesdienst statt, zu dem wir Fürbitten und zwei typische Pfadfinderlieder mitgebracht hatten – eines zum Singen für die ganze Gemeinde, und dann ein gefühlvolles Abschlusslied als „Rausschmeißer“.
So blicken wir zurück auf ein aufregendes, erfolgreiches Wochenende, von dem wohl keiner von uns ganz unberührt (und ganz sicher niemand ungeräuchert!) nach Hause gegangen ist! Vielen Dank an dieser Stelle auch nochmal an alle, die an diesem Wochenende und dem Gottesdienst mitgewirkt und daraus ein so schönes Erlebnis gemacht haben! Besonderer Dank geht an die kleine Gruppe an Leuten, die während dem Gottesdienst die ganzen gefrorenen Knoten in den Seilen gelöst haben, und an die Leute, die am Sonntag noch bis um halb 11 in der Nacht in der Küche klar Schiff gemacht haben!
(Text: Daniel Hoffmann)

(Galerie: Stefan Hallmann)