Ratatouille-Aktion

Es begann mit einer Idee.
„Wir haben in Dießen jeden Monat einen Ratatouille-Gottesdienst – hättet ihr nicht Lust, mal ein echtes Ratatouille dafür zu kochen?“ – so kam das kleine Team von Ehrenamtlichen, die in der Dießener Kirche immer wieder Veranstaltungen organisieren auf uns Pfadfinder zu.
Wir haben die Einladung untereinander besprochen, und waren schnell begeistert von der Idee – natürlich musste es stilecht über dem Feuer gekocht werden! Aber was dann? Oder besser – was vorher?
Ein Ratatouille braucht viel Zeit, um richtig lecker zu werden. Also mussten wir schon mal mindestens Sonntag früh anfangen. „Dann kann man sich ja Samstag Abend schon mal treffen und einen netten Abend haben“ war die erste Überlegung.
Aber wen einladen? Nur die angehenden Leiter, die richtig anpacken können? Oder können vielleicht die älteren Gruppenkinder auch dazu kommen? Und wenn die dann schon dabei sind, warum nicht die ganz Kleinen auch mit einladen? Und wenn man schon dabei ist, warum dann nicht gleich am Freitag starten?
So entwickelte sich aus der kleinen Idee langsam ein Plan. Ein Plan für eine großartige Aktion, die am Ende für Groß und Klein (und, nicht zu vergessen, auch für alle Besucher des Gottesdienstes!) ein riesiger Erfolg wurde – wir hatten Spaß im Garten, mit und ohne Schnee, haben kleine Kochmützen-Anhänger für die Teilnehmenden gebastelt, im Garten ein groß genuges Zelt aufgebaut, um darin nicht nur ein Kochfeuer, sondern auch noch eine zweite Feuerschale aufzubauen, und vieles mehr! Auch ein Singekreis durfte natürlich nicht fehlen!
Ganz nebenbei haben wir dann auch schon am Samstag Nachmittag angefangen, das Ratatouille vorzubereiten. Kiloweise Gemüse musste geschnippelt werden – da war es gut, dass wir so viele helfende Hände hatten! Das Wetter hatte uns hier auch geholfen; durch den Schnee in der Nacht auf Sonntag brauchten wir uns keine Gedanken über ausreichende Kühlung machen 🙂 Am Abend gab es dann noch Popcorn, Snacks und auf der großen Wand im Saal ein kleines Kino, in dem – natürlich! – Ratatouille gezeigt wurde!
Am Sonntag musste dann viel parallel passieren – auch hier war es super, dass so viele Pfadfinderinnen dabei waren! Während eine Gruppe draußen das Zelt (und vor allem die Feuer!) bereit gemacht hat und anfing, die Zutaten für das Ratatouille in kleinen Portionen ordentlich anzubraten (alles für das perfekte Aroma!), hat der Rest der Gruppe drinnen das Haus schon mal auf Vordermann gebracht – alle Schlafplätze aufgeräumt, die Tische im Saal wieder hergerichtet, die Leinen zum Trocknen der Zeltplanen vorbereitet und vieles mehr. So blieb dann am Sonntag Nachmittag auch mal Zeit für gemütliches Beisammensitzen, das eine oder andere Kreisspiel und dabei immer ein Auge (und alle Nasen!) beim Ratatouille behalten, während es über dem offenen Feuer vor sich hinköchelte. Am Abend wurde es dann nochmal aufregend – auch dank der vielen Werbung durch unsere Pfarrer, zum Beispiel von Dirk im Sonntagsgottesdienst in der Woche davor, kamen über 70 Pfadfinderinnen, Eltern und Gemeindemitglieder in und um unserem Zelt zusammmen, um sich bei dem kalten Wetter an einem frischen, heißen Ratatouille aufzuwärmen!
Im Anschluss fand dann noch der Ratatouille-Gottesdienst statt, zu dem wir Fürbitten und zwei typische Pfadfinderlieder mitgebracht hatten – eines zum Singen für die ganze Gemeinde, und dann ein gefühlvolles Abschlusslied als „Rausschmeißer“.
So blicken wir zurück auf ein aufregendes, erfolgreiches Wochenende, von dem wohl keiner von uns ganz unberührt (und ganz sicher niemand ungeräuchert!) nach Hause gegangen ist! Vielen Dank an dieser Stelle auch nochmal an alle, die an diesem Wochenende und dem Gottesdienst mitgewirkt und daraus ein so schönes Erlebnis gemacht haben! Besonderer Dank geht an die kleine Gruppe an Leuten, die während dem Gottesdienst die ganzen gefrorenen Knoten in den Seilen gelöst haben, und an die Leute, die am Sonntag noch bis um halb 11 in der Nacht in der Küche klar Schiff gemacht haben!
(Text: Daniel Hoffmann)

(Galerie: Stefan Hallmann)

Einladung zum Ratatouille-Gottesdienst

Liebe Pfadfinder*innen, liebe Eltern, liebe Interessierte und Gäste! Gemeinsam mit der evangelischen Kirchengemeinde Ammersee-West gestalten wir den Ratatouille-Gottestdienst am 15. Februar um 19:00 Uhr in der Friedenskirche in Dießen. Davor gibt es dampfendes Ratatouille aus unserem Holzfeuerkessel, zubereitet mit mindestens 50 % Kinderarbeit! Wir freuen uns, zahlreiche Gäste in unserem großen Zelt ab 18:00 Uhr bewirten zu dürfen!

Spielefreizeit zwischen den Jahren

Vom 28.12.25 – 31.12.25 fand erneut unsere Spielefreizeit zwischen den Jahren statt. 9 Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 27 Jahren sowie zwei Leiter haben gemeinsam gekartelt, gespielt, gesungen, gelacht und es sich dabei gutgehen lassen! Wir haben u.a. gespielt: Schafkopf, Zombicide, Blood on the Clocktower, Das schwarze Auge (sehr intensiv), Gitarre, Klavier, …

Wir haben reihum gekocht und uns einmal ne Pizza bestellt, als die Runde besonders spannend war. Zudem viel zu viel Spezi getrunken…

War gut!

Zurück von unserer Großfahrt

Wir waren auf Großfahrt in Norwegen, und wir waren nach zwei Kranken zu sechzehnt. Es war cool, anstrengend, beeindruckend, überwältigend, witzig, albern, nett und noch viel mehr. Wir wollen euch gerne teilhaben lassen, aber so ein Text, der dieser Fahrt genüge tut, dauert ein bisschen. Bitte habt Geduld!

Das Landeslager 2024 – Ein Tagebuch

Anreisetag:

Das Gepäck wurde mit dem Auto zum Lagerplatz transportiert, sodass wir später in Ruhe hinhaijken konnten. Wir nahmen den Zug nach Weilheim und verbrachten die Fahrt mit karteln, reden oder schlafen. Alle Anschlusszüge funktionierten gut, und wir kamen pünktlich in Wolfratshausen an. Von dort aus folgten wir einem geraden Weg und ließen uns bei Gelegenheit von den Früchten am Wegesrand ablenken. Eine kleine Aufgabe aus dem Hajik-Programm begleitete uns: Wir sollten einen Stein mit den Füßen den Weg entlang bewegen. Leider erreichte der Stein nie wirklich sein Ziel. Ab und zu war das Trinkwasser knapp, aber wir hatten die Möglichkeit, es an verschiedenen Stellen mit Hilfe freundlicher Anwohner aufzufüllen. Nach einer kurzen Rast in einem Café, bei dem wir auch eine Apfeltasche bekamen, machten wir uns auf den letzten Teil des Weges. Dieser führte uns steil bergab, bis wir schließlich am Lagerplatz ankamen und mit dem Aufbau der Zelte begannen. Nachdem die Schlafzelte fertig waren, versammelten wir uns zur Begrüßung des Lagers an der großen Bühneund erlebten die Lager-Story. Nach der Erzählung und der Vorstellung in teils historischen Kostümen ging es zurück in unser Teillager, wo unsere Teillagergeschichte fortgesetzt wurde. Nach dem Abendessen begaben wir uns zur Nachtruhe. Später in der Nacht setzte starker Regen ein, der manchen von uns den Schlaf erschwerte und zu einigen nassen Füßen führte.


Zweiter Tag:

Durch den Regen waren die Zelte durchnässt, und der Boden war matschig. Zudem regnete es zeitweilig. Mit wenigen Handgriffen richteten wir jedoch unser Sonnensegel, die „Flying Dutchman“, als trockenen Bereich für die Küchenausgabe her. Zum Frühstück gab es Rührei und BWK (Brot mit Wurst und Käse). Nach dem Frühstück luden wir gemeinsam die Stangen aus, die wir aus Dießen geholt hatten. Da wir viele Helfer waren, ging das schnell. Am selben Tag begannen wir mit dem Aufbau der selbst konstruierten Zelt-Burg. Das war eine sehr internationale Aktion mit den Norwegern.


Dritter Tag (Ausflugstag):

Nach dem Frühstück und dem Vorbereiten der Lunchpakete machten wir uns auf den Weg zu einer Exkursion. Unser Ziel war ein Badesee, den wir nach etwa 8 Kilometern zu Fuß erreichten. Während des Weges hatten wir eine Hajik-Aufgabe, bei der wir unsere Umgebung aufmerksam beobachten und uns Details merken sollten, um sie später mit den Anderen zu vergleichen. Am See angekommen, konnten wir uns im Wasser erfrischen. Nach einiger Zeit machten wir uns auf den Rückweg und fuhren mit dem Linien-Bus zurück zum Lager. Zum Abendessen waren wir pünktlich zurück. Im Laufe des Tages nahmen die Wespen merklich zu und wurden zunehmend aggressiver. Am Abend eröffneten wir eine Singerunde, die von den Teilnehmern gut angenommen wurde.


Vierter Tag (Geburtstag):

Einschub von Joni:

An ihrem Geburtstag haben wir unsere Chronistin von Ihrer Aufgabe frei gestellt. Wir haben ihr einen Schoko-Kuchen geholt, den Kohle im Lagercafé „Zum Sahnehäubchen“ extra für sie gebacken hat. Dann haben wir sie am Abend in die Oase „Kabel 2“ auf eine Johannisbeerschorle eingeladen – man wird nicht jeden Tag 16! Vielen Dank für deine Mühe! Am Abend wurden zudem Aufnahmen in die nächsthören Stufen durchgeführt.


Fünfter Tag:

Nach dem Frühstück begann der Sporttag, der mit einer Wasserschlacht endete. Danach gab es Mittagessen, und wir bereiteten die Zelte sowie die Konstruktionen auf den angekündigten Regen vor. Am Abend setzte der Regen mit starkem, böigem Wind ein, und durch den lehmigen Boden rutschte ein doppelt gekreuzt-gesicherter 45-cm T-Stahl-Hering der Groß-Konstruktion, obwohl er eigentlich gut verankert war. Später mussten wir daher eine der Jurten abbauen, um größeren Schaden zu vermeiden.


Sechster Tag:

Nach dem Frühstück starteten die Workshops. Ich leitete den Workshop „Lederbändchen stanzen“, der anfangs nicht ganz rund lief, aber später doch gut funktionierte. Leider konnten wir diesen interessanten Workshop nur einmal durchführen. Am Nachmittag verbrachten viele Zeit mit Schafkopf, dabei lernten wir einige neue Leute kennen, vor allem Ukrainerinnen. Die „Flying Dutchman“ wurde wieder als Schutz vor der Sonne aufgebaut.


Siebter Tag (Geländespiel):

Der Tag des Geländespiels begann nach einem schnellen Frühstück. Die Teilnehmer wurden in Gruppen eingeteilt, und jeder Leiter begleitete eine Gruppe, in der er möglichst wenig bekannte Gesichter traf. Das Ziel des Spiels war es, einen geheimen Professor zu finden und verschiedene Aufgaben zu lösen. Während der Mittagspause gab es Kartoffelsalat, Käsespätzle und Salat. Nach der Pause ging das Geländespiel weiter, und schließlich fanden wir den Professor. Nach Abschluss des Spiels ging es zum Abendessen.


Achter Tag:

Zum Frühstück gab es zusätzlich Kakao. Danach versammelten wir uns zur Hauptbühne, wo die „Liga des Bösen“ über ihre Unbesiegbarkeit sprach. Unser Apaxhee spielte einen sehr überzeugenden „Schwarzen Ritter“. Am Ende gelang es uns, die Bösewichte zu besiegen und sie zurück in die Zeiten zu schicken, aus denen sie gekommen waren. Die Gewinner des Spiels wurden ebenfalls bekanntgegeben: Finsterfels! Zum Mittagessen gab es einen Nudelsalat, und danach hatten wir einen freien Nachmittag, an dem wir die verschiedenen Teillager besuchen und an unterschiedlichen Aktivitäten teilnehmen konnten. Die Zeit verging schnell, und bevor wir es merkten, war es wieder Zeit für das Abendessen. Den Abschluss des Tages bildete der Singewettstreit, bei dem viele Teilnehmer Lieder vortrugen, die sie teils selbst geschrieben hatten. Zudem hatten wir eine recht bekannte ukrainische Sängerin zu Gast: Navka, die einen Sohn auf dem Zeltlager hatte.


Neunter Tag:

Nach dem Frühstück, jedoch ohne den gewohnten „Schrei“ der Norweger, die frühzeitig abreisen mussten, halfen wir in der Teillagerküche, spülten Geschirr und schnippelten Zutaten. Danach standen Workshops auf dem Programm. Diese beschäftigten sich mit dem spirituellen Aspekt des Pfadfindens. Ein Teil des Programms bestand darin, gemeinsam Pläne zu falten und 101 Antworten auf Fragen zu Gott zu finden. Im Laufe des Tages begannen wir, die Konstruktionen abzubauen. Nach dem Mittagessen gab es ein weiteres Abendessen, und so endete ein weiterer Tag im Lager.


Abreisetag:

Der Abreisetag verlief ruhig. Wir schliefen etwas länger und frühstückten in aller Ruhe. Die ersten Abreisenden machten sich auf den Weg, während die übrigen versuchten, beim Abbau zu helfen, um den Ablauf zu beschleunigen. Der schwierigste Moment war das Abschiednehmen von den vielen neuen Menschen, die wir kennengelernt hatten. Telefonnummern wurden ausgetauscht, und es gab viele Abschiedsumarmungen. Zeitweise halfen wir noch bei Verkehr & Sicherheit aus. Danach fuhren wir nach Dießen, luden den Anhänger aus und waren innerhalb von etwa 30 Minuten damit fertig. Schließlich machten wir uns auf den Heimweg.

Bericht des Turmbaulagers – ein Tagebuch (vom 11.08-17.08.2023)

Tag 1
Yay, heute erster Tag. Sonne extrem, aber BWK war janz jut.
Alles ist am Lagerplatz angekommen (auch wir).
Ich habe jetzt langsam Spaß, da es jetzt nicht mehr so warm ist.
Die Sonne geht schon unter, doch ist dadurch noch nicht gleich Nacht.
Alle sind noch produktiv, manche am Gitarre spielen, andere am Bauen. Ich weder noch, ich lausche nur dem Zirpen der Insekten und sitze bequem im kurzen Gras. Ich freue mich, dass alle noch so fröhlich sind.

Tag 2
Dieser Tag fängt für mich schon früher an, also stehe ich auf und genieße die angenehme Ruhe.
Gestern wurde schon begonnen, die ersten Bünde zu befestigen.
Es wurde von den anderen schon tüchtig geknotet, damit der Anfang da ist. Bisher ist es bewölkt, also mit etwas Glück bleibt es heute länger so.
Zum Frühstück gab es ein Knoblauchbrot (selbst gemacht), was sehr gut war.
Der Mittag ist sehr heiß und in dieser Hitze konnte man kaum etwas sinnvolles machen.

Tag 3
Die Sonne ist unser ständiger Begleiter, jetzt sogar schon um 09:00 Uhr morgens. Wir liegen im Schatten und schwitzen sehr. Ich wünschte, wir hätten Wolken wie gestern, die die Sonne immerhin bis zum Mittag fernhalten.
Doch trotz allem wird am Turm gebaut, morgen wird er aufgestellt.

Tag 4
Heute haben wir den Turm aufgestellt, aber nun ist es zu heiß um irgendwas in der Sonne zu tun.
Wir flacken herum, wie Flackie das Wirbeltier, spielen
Schafkopf und hören dabei drei ???. Aber am Abend wird gesungen und gelacht.

Tag 5
Wir flacken herum, wie Flackie das Wirbeltier, spielen
Schafkopf und hören dabei drei ???.
Jetzt am Abend ist die Wärme ertragbar, da es gerade regnet und stürmt.
Doch morgen müssen wir den Turm schon wieder abbauen in der glühend heißen Sonne.

Tag 6
Der Turm ist abgebaut, schneller als gedacht sind die letzten Stämme gefallen. Auch die Küche ist weitestgehend fertig.
Morgen müssen wir also nur noch die Zelte abbauen und alles auf dem Hänger einladen.

Tag 7
Mit Frühstück ans Werk alles aufzuräumen.
Die Hölzer werden schnell auf den Hänger geladen und dann am Gemeindehaus wieder hin geräumt.